Becquerels

Becquerels
Becquerels
“Comeback is a good word, man”, ließ uns Mickey Rourke unlängst wissen und wir entgegnen: Comeback kommt peinlich, weil das Wort suggeriert, früher wäre alles besser gewesen und das Heute nur ein lauwarmer Aufguss der Vergangenheit. Früher, also bevor Indie-Bands die Synthesizer ihrer Väter aus den Kellern kramten, waren Teile der Becquerels noch „Lagoon – The Band“ und damit eine feste Größe der Monaco-Brit-Renaissance der Nullerjahre. Die Becquerels sind dank neuer Stimme musikalisch eigenständig, gereifter und dem ADHS-Gezappel ungelenker Up- und Downstrokes entwachsen. Garage, Indie und Rock ’n’ Roll: die alten Schlagworte sitzen eng wie ein Tweed-Anzug aus den 60ies, die Hosenbeine und die Dancing-Shoes aber sind staubig vom Wüstensand, den ihnen Enio Morricone in einer - zuvor geleerten - Whiskeyflasche vermachte. Seitdem ist das klangliche Spektrum breiter, das musikalische Ego größer und die Boys endlich „Back in Town“.